Halbzeit 2026 - Manchmal braucht es einen Spiegel von außen

Am Anfang des Jahres hatte ich vier Ziele für 2026 formuliert.

Jetzt zur Jahresmitte wollte ich wissen: Bin ich noch auf Kurs?
Und was kann ich im zweiten Halbjahr noch auf den Weg bringen?

Doch beim ehrlichen Rückblick ist mir etwas anders aufgefallen:

Vieles passiert schleichend. So schleichend, dass ich es nicht sofort bemerkt habe.

Meine Ziele und Projekte für 2026

Beim ersten Lesen klingen meine vier Ziele nach vier verschiedenen Baustellen. Ehrlich gesagt hatte ich schon gedacht: Hoffentlich ist das nicht zu groß für dieses Jahr – neben den laufenden und täglichen Aufgaben.

  • Ziel 1: Technik, die mich unterstützt und mir nicht dauerhaft Energie entzieht

  • Ziel 2: Klarere Prozesse

  • Ziel 3: Sichtbarkeit gezielt weiterentwickeln

  • Ziel 4: FIT-Beratungen weiter schärfen


Doch beim Zurückschauen merke ich: Ganz so getrennt waren sie gar nicht.

Und vieles begann mit einem einfachen ersten Schritt.

Was sich tatsächlich entwickelt hat

Ziel 1: Technik, die mich unterstützt und Ziel 2: Klarere Prozesse

Für dieses Jahres hatte ich mir vorgenommen, Technik einzusetzen, die mich unterstützt – und Prozesse konsequent zu vereinfachen.

Rückblickend gehören diese beiden Ziele für mich zusammen. Denn die Frage dahinter lautet eigentlich:

Wie mache ich mir meinen Arbeitsalltag leichter?

Im ersten Halbjahr ist hier einiges passiert. Nicht mit einem großen Knall, sondern Schritt für Schritt.


Ich habe mir Lexware Office voller Motivation am 02.01.2026 freigeschaltet und nutze es in meinem Kanzleialltag. Ein Alltagstool im wahrsten Sinne.

Dabei sehe ich zwei Vorteile:

a) Eine bessere User-Perspektive
Ich erlebe selbst, wie sich Belege, Rechnungen und Buchhaltung im Alltag anfühlen. Das hilft mir auch in der Beratung, wenn Mandantinnen und Mandanten mit Lexware Office arbeiten.

Es ist für mich keine theoretische Unterstützung, sondern das praktische Verständnis, dass ich hier einsetzen kann.

b) Entlastung im eigenen Arbeitsalltag
Rechnungen lassen sich inzwischen deutlich leichter und schneller erstellen und versenden.

Und mit Unterstützung der Lebensentdecker konnten Terminbuchung, Datenerfassung und Rechnungsentwurf so miteinander automatisiert werden, dass deutlich weniger manuelle Zwischenschritte nötig sind.

Klingt technisch? Ist es auch.

Aber der eigentliche Punkt ist ein anderer:

Technik entlastet nur dann, wenn der Prozess dahinter klar ist.

Meine wichtigste Erkenntnis war deshalb:

Ich kann keine schlechten Abläufe automatisieren und dann erwarten, dass sie plötzlich gut werden.

Oder anders ausgedrückt:

Shit in - Shit out!

Erst mit einem klareren Prozess konnte Automatisierung überhaupt sinnvoll helfen.

Es gab also ein paar extra Schleifen, es hat länger gedauert als gedacht, und zwischendurch war ich auch mal frustriert.

Aber inzwischen bekomme ich fertige Rechnungsentwürfe, prüfe sie und versende sie standardisiert mit wenigen Klicks.

Was für eine Erleichterung!

Parallel dazu wechsle ich gerade mein Steuerprogramm und starte an einigen Stellen wieder bei null:
Neue Mandanten anlegen.
Neue Stammdaten.
Neue Erfassungsmasken.
Neue Abläufe.

Herausfordernd? Ja, das alles passiert im laufenden Betrieb.

Aber perspektivisch wichtig.

Denn alles beim Alten zu lassen, nur weil es irgendwie funktioniert?

Das ist ein Zustand - und auf Dauer keine Lösung.


Ziel 3: Sichtbarkeit gezielt weiterentwickeln

Gemeint waren für mich dabei Blogartikel, Newsletter, LinkedIn und Instagram. Und das ist ehrlich gesagt ganz schön herausfordernd, wenn man regelmäßig sichtbar und aktiv sein will.

Durch feste Zeitblöcke, Challenges und gemeinsame Co-Blogging-Termine haben sich diese Formate Schritt für Schritt zu festen Routinen entwickelt. So hat das Thema Sichtbarkeit einen festen Platz in meinem Kalender.

Und so bekam ich einmal den Satz zu hören:

“Du bist irgendwie überall”.

Dank dieser Regelmäßigkeit und dem Austausch gehe ich kleine Schritte vorwärts.

Erkenntnis: Ich bin nicht täglich sichtbar. Aber regelmäßig präsent.




Ziel 4: FIT-Beratungen

Bei meinem vierten Ziel war die Entwicklung weniger sichtbar – zumindest auf den ersten Blick.

FIT entsteht nicht am Schreibtisch.

Denn Beratung rund um Geld, Steuern und persönliche Ziele ist immer individuell.

FIT lebt von Individualität.


Natürlich habe ich das Angebot geschärft. Es gibt mehr gemeinsame Struktur.

Die Beratungen folgen einem klaren Rahmen.

Zusätzlich sind flexible Module entstanden, die auf unterschiedliche Themen eingehen können.


So wird das FIT-Konzept auch immer in Entwicklung und Bewegung bleiben.


Denn es ist ein WIP - ein Work in Progress.


Je mehr Gespräche stattfinden, desto klarer wird das Angebot. Und je klarer das Angebot wird, desto mehr entwickelt es sich weiter.


Je klarer die Struktur wird, desto individueller kann die Beratung sein.

Denn die Struktur gibt Orientierung.

Dadurch entsteht Raum für die Fragen, Ziele und Bedürfnisse des einzelnen Menschen.


Genau deshalb war diese Entwicklung für mich zunächst gar nicht so sichtbar.

Sie zeigt sich nicht in einem fertigen Produkt.

Sondern in Gesprächen, Entscheidungen und dem, was daraus entsteht. Die Entwicklung findet häufig bei den Kund:innen im Kopf statt.


Manchmal braucht es einen Spiegel von außen

Der Auslöser für diesen Artikel war übrigens eine Alltagssituation.
Ich habe einfach erzählt, was im ersten Halbjahr passiert ist: die neue Software, Automatisierungen, Blogartikel, Newsletter, Workshops und vieles mehr.

Und dann irgendwann kam die Reaktion: „Da hat sich ja ganz schön viel entwickelt.“

Mein erster Gedanke war: Wirklich? Hmmm… Wirklich.

Im Alltag sehe ich oft eher das, was noch nicht funktioniert.
Was mich frustriert.
Was noch nicht abgeschlossen ist.

Die nächste Aufgabe. Die nächste Entscheidung. Die nächste offene Schleife.

Erst durch diesen Blick von außen habe ich gemerkt:
Die einzelnen Schritte waren klein. Manchmal vielleicht zu klein, um sie bewusst wahr zu nehmen.

Aber sie zeigen inzwischen Wirkung.

Und meine vier Ziele?

Keines davon ist wirklich fertig - oder abgeschlossen.
Alle vier sind in Bewegung und entwickeln sich weiter.


Die eigentliche Erkenntnis zur Jahresmitte war für mich daher:

Das anzuerkennen, was schon da ist.

Und nicht nur auf das zu schauen, was noch fehlt - bis zum Jahresende.


Nicht alles, was wichtig ist, springt sofort ins Auge.

Manchmal hilft ein Blick von außen, um Zusammenhänge und Entwicklungen sichtbar zu machen.

Genau dafür habe ich die FIT-Beratung entwickelt.

👉 Mehr zu meinen Beratungsangeboten: Services — Bettina Kuhn

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