Rückblick 1. Quartal 2026: Ich müsste doch viel weiter sein, oder?
Das erste Quartal des Jahres ist geschafft. Viele Unternehmen schauen jetzt auf ihre Quartalszahlen.
Börsennotierte veröffentlichen sie sogar öffentlich. Es wird also Bilanzgezogen.
Vielleicht hast du dir wie ich jetzt mir auch diese Frage schon gestellt:
Wie war mein erstes Quartal?
Wenn ich auf die letzten Wochen zurückschaue, auf alles, was gelaufen ist, auf Entscheidungen, Projekte, Veränderungen.... Dann ist da bei mir wirklich viel passiert.
Und trotzdem taucht fast sofort der nächste Gedanke auf:
„ Es ist noch so viel offen. Ich müsste eigentlich viel weiter sein."
Kennst du das auch?
Wir nehmen viel seltener bewusst wahr, was wir bereits geschafft, entschieden, bewegt und getragen haben.
Stattdessen sehen wir sehr genau,
was noch nicht erledigt ist,
was noch besser sein müsste,
was noch nicht „genug“ ist.
Und so entsteht schnell ein Gefühl von Mangel.
Ein innerer Druck, weiter zu müssen. Schneller zu werden. Mehr zu schaffen.
Wir handeln nach dem Motto "höher, schneller, weiter."
Und aus diesem Gefühl heraus treffen wir Entscheidungen.
Diese Entscheidungen treffen wir dann also nicht aus Klarheit, sondern aus dem Gefühl, aufholen zu müssen.
In meinen FIT-Beratungen starte ich immer mit einem Status quo:
Wo stehst du?
Wo willst du hin?
Und wie kommst du dorthin?
Aber ein Teil wird dabei oft unterschätzt:
👉 anzuerkennen, was bereits da ist
Denn nur wenn ich meinen aktuellen Stand wirklich annehme und anerkenne, kann ich von dort aus gute nächste Entscheidungen treffen.
Oder anders gesagt:
Ich habe mit dem Wissen, das ich zu diesem Zeitpunkt hatte, die Schritte gewählt, die für mich damals richtig waren.
Auch wenn sich Entscheidungen im Nachhinein als nicht optimal herausstellen.
Das heißt aber auch, dass ich mich dafür nicht dauerhaft kleinmachen muss.
Ich kann daraus lernen.
Ich kann nachjustieren.
Ich kann Neues verstehen.
Ich kann von jetzt an weitergehen.
Und auch meine Entscheidungen neu treffen.
Ich glaube, jetzt ist vielleicht ein guter Moment einfach mal innezuhalten und das vergangene Quartal als das zu sehen, was es ist:
Ein Stück Weg, den du gegangen bist.
Nicht perfekt. Aber von hier geht es weiter.
