Mein Motto für 2026: Leichtigkeit - und warum ein Jahresmotto mir Orientierung gibt
Mir ist aufgefallen, dass zum Jahresanfang viele Unternehmer:innen ein Motto suchen, das zu ihnen passt. Ein Motto, das hilft, das Jahr in eine bestimmte Richtung zu lenken und Orientierung geben kann..
Erst dachte ich, dass ich mit einem Jahresrückblick inklusive eines Ausblicks für 2026 kein Motto bräuchte. Aber dann habe ich mir die Frage gestellt, welches Wort 2026 mich persönlich tragen solle. Ich halte das für sinnvoll – nicht als Vorsatz, sondern als Ausrichtung. Mein eigenes Jahresmotto nutze ich also nicht als Ziel, sondern als Orientierung.
Ein Jahresmotto verändert nichts „von allein“. Aber es kann helfen, Entscheidungen bewusster zu treffen.
Und genau darin liegt für mich seine Stärke.
Mit diesem Blogartikel nehme ich an Korina Dielschneiders Blogparade Welches Leitwort begleitet dich durchs Jahr teil.
Und mein Motto für 2026?
Leichtigkeit.
Warum gerade Leichtigkeit?
Vielleicht wirkt dieses Wort zunächst weich oder emotional.
Mein Alltag ist meist strukturiert, rational und von Entscheidungen geprägt. Daher brauche ich eine bewusste Ausrichtung. Nicht, um weniger Verantwortung zu tragen – sondern um klarer mit ihr umzugehen.
Mein Jahresmotto beantwortet daher keine Gefühlsfragen, sondern gan praktische.
Fragen wie zum Beispiel:
Wofür setze ich meine Zeit und Energie ein?
Was lasse ich bewusst liegen – auch wenn es theoretisch möglich wäre?
Woran merke ich, dass etwas nicht (mehr) passt?
In diesem Sinne ist mein Motto kein Zielbild, sondern ein Orientierungspunkt.
Kein Anspruch an das Ergebnis – sondern ein Rahmen für Entscheidungen. Als Unternehmerin treffe ich täglich Entscheidungen – mit fachlicher Verantwortung und mit Haftung.
Oft wird Leichtigkeit als Ausgangs- und Endpunkt eines Ziels beschrieben.
Als etwas, das man sich vornimmt – und dann hoffentlich erreicht.
Meine Erfahrung zeigt einen anderen Weg und beantwortet auch die Frage: “Woran erkenne ich, dass Leichtigkeit eingetreten ist?”
Leichtigkeit entsteht unterwegs.
Nicht am Anfang – sondern wenn man beginnt, Dinge zu sortieren.
Wenn erste Entscheidungen getroffen werden.
Wenn man sich bewegt, statt weiter abzuwarten.
Gerade in Übergangsphasen zeigt sich das sehr deutlich:
wenn sich beruflich etwas verändert,
wenn Sicherheiten wegfallen,
wenn Altbewährtes nicht mehr passt oder funktioniert.
In solchen Momenten hilft kein schönes Wort oder ein Motto.
Aber es verhilft zu einer klaren Richtung - und die kann entlasten.
Vielleicht hätte mein Motto “Klarheit” heißen können?
Aber das ist mir zu kurz gedacht.
Klarheit ist für mich kein eigenes Ziel. Sie entsteht, wenn ich mich bewege.
Und daraus wächst Leichtigkeit.
Also meist erst dann, wenn Dinge sortiert sind. Wenn Entscheidungen nicht länger aufgeschoben werden, sondern konsequent umgesetzt werden.
Ich nutze mein eigenes Jahresmotto deshalb nicht als Ziel, sondern als Orientierung.
Es hilft mir, Entscheidungen bewusster zu treffen - nicht schneller.
Für mich liegt darin der Zusammenhang:
Wer beginnt, Dinge zu klären, erlebt oft zuerst mehr Klarheit –
und erst danach das, was viele sich vom Wort „Leichtigkeit“ erhoffen.
Vielleicht ist das die eigentliche Qualität eines Jahresmottos.
Es muss nichts lösen. Es darf helfen.
Deshalb finde ich es spannend, wie unterschiedlich Menschen ihr Wort oder Motto für das Jahr wählen – und was sie damit verbinden. Nicht, weil es das eine richtige gibt.
Sondern weil darin sichtbar wird, welche Richtung jemand einschlägt, und vielleicht auch welches innere Thema gerade für einen Wichtig ist und man es so nach Außen zeigen kann.
